„Ich habe diese Band gegründet und ich werde sie zu Grabe tragen, wenn mir danach ist“, sagte Naked Lunch Mastermind, Songwriter und Sänger Oliver Welter einmal. Offensichtlich ist ihm noch nicht danach. Also darf es nicht verwundern, dass diese, von nicht wenigen totgeglaubte Band, zwölf Jahre nach ihrem letzten, von der Presse heftig gefeiertem Album „All Is Fever“ (2013) mit der neuen Platte „Lights And A Slight Taste Of Death“ ein weiteres Kapitel in ihrer bewegten Geschichte aufschlägt. Und das nicht nur mit stil- und richtungsweisenden Alben wie „Songs For The Exhausted“ (2004) oder „This Atom Heart Of Ours“ (2007), für das man in der österreichischen Heimat auch mit einem Amadeus-Award ausgezeichnet wurde, sondern auch mit unzähligen hochenergetischen Live-Auftritten im Gepäck.
Support: Die Anteile sind ein berlin-based Duo, das musikalisch zwischen Robot Rock und Electro Dance Punk eingeordnet werden kann. Das Debütalbum "Pelzwerk" ist im April 2025 auf Tapete Records erschienen.
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Naked Lunch
Und jetzt also, nach Neu- und Umbesetzungen innerhalb der Band, diese, man möchte fast sagen, ungeheuerliche Platte, bei der es, wie scheinbar bei jeder Naked Lunch-Veröffentlichung, wieder einmal um alles zu gehen scheint. Schon der Titel führt Licht und Tod – in kleinen Portionen – mit sich, signalisiert: hier wird ohne Vorbehalte mit den Mitteln der (Pop-)Musik einmal mehr die „human condition“ durch- und vermessen. Der ganze Wahnsinn, der Blick und die Reise des Songwriters und Sängers Welter mit diesen Songs gehen tief, führen weit, nicht zuletzt in sich selbst hinein – und von dort dann wieder ganz weit hinaus.
„Über viele, zu viele Jahre habe ich mich wohl täglich gefragt, ob ich diese Band überhaupt noch am Leben lassen soll. Ob es denn überhaupt noch Menschen da draußen gibt, die Freude hätten mit einer neuen Platte. Und ob ich überhaupt noch bereit bin etwas preiszugeben von der ewigen eigenen Zerrissenheit, dem ewigen haltlosen Pendeln zwischen hellem Licht und dem genauen Gegenteil davon.
Der dringlichen Umarmung für alles und jeden, das und der/die mir lieb ist, wie in „To All And Everyone I Love“ dokumentiert, oder der bloßen Zerstörung meiner selbst, wie so schonungslos als möglich in der Miniatur „Fuck My Senses“ beschrieben.
Eine andere, reale Form der Zerstörung meines Körpers übernahm in dieser Zeit ein Arschloch-Krebs, der mich, vor allem psychisch, über 24 Monate gefangen hielt, eh er mich schließlich (zumindest vorübergehend) wieder freiließ und ich dadurch wieder arbeits- und gesellschaftsfähig wurde. Dem gegenüber und fast parallel zur Krankheit stand mit der Geburt meines dritten Kindes jedoch das absolut Schöne, das alles Übel weggewaschen hat, wie nur irgend möglich. Dass ich dazu in den letzten, sagen wir fünf Jahren (mindestens) zwei fertig geschriebene Alben ersatzlos getilgt habe, geschenkt …“ - Oliver Welter
Die fast schon schicksalshafte Begegnung mit dem Musiker und Produzenten Wolfgang Lehmann („der beste und talentierteste Musikversteher überhaupt“, so Welter) beflügelte Welter mit ebendiesem in dessen Studio die verschiedenen Layouts der Songs von Lights And A Slight Taste Of Death fertig zu arrangieren, zu produzieren und final auch von Lehmann mixen zu lassen. Das alles freilich auch mit Hilfe der ewigen Gefährten Alex Jezdinsky (Drums) und Boris Hauf (Keys/Sax).
Die Anteile
Die Anteile sind ein berlin-based Duo, das musikalisch zwischen Robot Rock und Electro Dance Punk eingeordnet werden kann. Einen festen Platz in ihrem Herzen und Koffer hat der Vocoder, der die von Dada und Cut-up inspirierten Lyrics entweder verzerrt oder als Sprechgesang in den Raum entlässt. Die Anteile, ausgerüstet mit Gitarre und Bass, arbeiten eng mit den kleinen Instrumenten zusammen, die zwischen Kabeln und Steckerleisten in ihrem Tweedkoffer leben. Inspiration zieht das Duo aus der Zappligkeit der Talking Heads, DAF, Peaches sowie Ryuichi Sakamoto. Tradition können sie meist nicht leiden, in der des Krautrocks würden sie sich aber schon sehen. Ihre Songs schäumen sie gerne auf zu einem neo-psychedelischen Gemisch und bleiben electro pop curious.
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